Aktuelles/Baurecht
Stundenlohnarbeiten: Beweislast bei Unterzeichnung der
Regieberichte
Mit Urteil vom 22.04.2003 entschied das OLG Celle die Frage nach der
überhöhten Anzahl abgerechneter Arbeitsstunden zum Nachteil des
Auftraggebers: Wenn dieser entsprechende Lohn- und Materialnachweise
(Regieberichte) unterschreibe, müsse er bei einem anschleißenden
Streit beweisen, dass die insgesamt abgerechneten Regiearbeiten
überhöht und nicht erforderlich gewesen seien.
Im entschiedenen Rechtsstreit hatten die Parteien ausdrücklich
einen entsprechenden Stundenlohnvertrag abgeschlossen.
Hinweis: Unterschriebene Regieberichte ersetzen nicht
immer eine (in jedem Fall
erforderliche) Stundenlohnvereinbarung.
(erstellt: 13.10.2003)
BGH: Kein Recht zur Mängelbeseitigung nach Fristablauf
Der Bundesgerichtshof verneinte in seiner Entscheidung vom
27.02.2003 (Az. VII ZR 338/01) ein Recht des Auftraggebers zur
Mängelbeseitigung, nachdem ihm vom Auftraggeber verschiedene Mängel
angezeigt und vergeblich eine Frist zur Nachbesserung mit
Ablehnungsandrohung gesetzt worden waren.
(erstellt: 27.08.2003)
Schuldrechtsmodernisierungsgesetz:
Mit Wirkung vom 01.01.2002 wurde das gesamte so genannte Schuldrecht
mit weitreichenden Folgen für nahezu alle Rechtsgebiete (wie
z. B. Kauf-, Werkvertrags-, Kredit- und Reiserecht) geändert;
u. a. wurden folgende Bereiche neu geregelt:
- Fristen für die Verjährung
- Recht der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
- Recht der Fernabsatzverträge
- Recht der Verbraucherverträge (Verbrauchsgüter Kauf)
- Gewährleistung beim Werkvertrag
(erstellt: 17.09.2002) |